Die Gründung des Carnevalverein Bronnzell erfolgte im Jahr 1968 durch Mitglieder der SG Viktoria Bronnzell und der Freiwilligen Feuerwehr Bronnzell, deren Bestreben es war, der Fastnacht in Bronnzell einen festen Platz und eine eigene Organisation zu geben. Selbstverständlich wurde auch vor dem Jahr 1968 schon Carneval in Bronnzell gefeiert, jedoch hingen die Veranstaltungen immer an einem Personenkreis, der sich dafür verantwortlich fühlte und das finanzielle Risiko teilweise persönlich trug. Auch die Suche der Hoheit (damals noch "Prinz" genannt) war nicht in einer festen Hand, sondern wurde in dem genannten Personenkreis sozusagen "ausgehandelt". Dies alles änderte sich durch die Vereinsgründung grundlegend.
Ein Elferrat, der damals auch für die Programmgestaltung zuständig war, wurde schnell gefunden. 1970 gelang es dem Gründungsmitglied Walter Krämer erstmalig, eine Tanzgarde ins Leben zu rufen.
Mit der Eingemeindung der Gemeinde Bronnzell im Jahr 1972 erkannte auch der CVB den Fuldaer Prinzen als einzigen Prinzen des Stadtgebietes an und aufgrund der Historie (Schlacht bei Bronnzell 1850) wurde sowohl der "Ritter" und die beiden "Knappen" als Dreigestirn als auch der Schlachtruf "Schimmel-Reiter" etabliert.
Die Entwicklung stand damit jedoch nicht still. 1980 rief die damalige Leiterin des Kindergartens, Schwester Rosegardis, gemeinsam mit den Bronnzeller Frauen und dem Vorstand des CVB die Weiberfastnacht ins Leben, die es bis heute versteht, die Damen aus Bronnzell und Umgebung zu begeistern. Mit einem beachtlichen Aufwand, der meist schon viele Monate vor der Veranstaltung betrieben wird, und einer großen Anzahl närrischer Weiber stellen die Bronnzeller Frauen jedes Jahr ein komplett eigenes Programm zusammen und basteln sogar ihren eigenen "Weiberfastnachtsorden".
Bis 1993 wurden die Einmärsche von dem Dreigestirn, dem Präsidenten, dem Elferrat und der Tanzgarde absolviert. Dann griffen die Jüngsten aus Bronnzell in das Fastnachtsgeschehen ein. Auf vielfachen Wunsch und auf Anregung des ehemaligen Ritters Werner Heil wurden die "Minis" gegründet und in das Fastnachtsgeschehen einbezogen. Durch einen finanziellen Kraftakt des Vereins konnten den Minis auch Gardekostüme zur Verfügung gestellt werden.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich das Problem ergab, wie man die Mädchen der Minigarde weiter in die Fastnacht einbeziehen soll, wenn sie für die Minigarde zu alt und für die Tanzgarde zu jung waren. Doch auch dies wurde schnell gelöst. Im Jahr 1995 wurden die "Teenies" als dritte Tanzgruppe ins Leben gerufen.
Seit 1993 bzw. 1995 sind nun die Minis und die Teenies ununterbrochen bei der Gruppe der Aktiven dabei.
Doch auch damit nicht genug. Im Jahr 2002 stellte sich heraus, dass die Teenies mit mehr als zwanzig Mädchen (und mittlerweile auch Jungen !) einfach zu groß geworden war. Doch wer in der Fastnacht gerne aktiv sein möchte, dem wird es in Bronnzell sicherlich nicht verwehrt. Die "Girlies" bildeten einmalig eine vierte Tanzgruppierung im CVB.
Doch noch einmal zurück zu früheren Jahren. Die Begeisterung mancher Frauen für die Fastnacht geht soweit, dass die Weiberfastnacht keine ausreichende Plattform mehr bildet. Gemeint sind die Elferratsfrauen. Diese sahen jeden ersten Montag im Monat Ihre Männer zum Elferratsstammtisch gehen - und bildeten im Jahr 1998 kurzerhand ihren eigenen Stammtisch, der auf den ersten Mittwoch im Monat gelegt wurde. Auch diese Gruppierung ist heute ebenso wie alle anderen genannten Gruppen innerhalb und außerhalb der Fastnachtskampagne nicht mehr wegzudenken.
Auch das Jahr 1999 ist geschichtsträchtig. Der Vorstand des CVB hatte seit zwei Jahren den Auftrag der Mitgliederversammlung, einen Fanfarenzug auf die Beine zustellen. Jedoch stellte dies eine ziemliche Überforderung des Vorstands dar. Zwar stand das Geld für Anschaffung von Instrumenten etc. zur Verfügung, jedoch bestand Ratlosigkeit darüber, wie, in welcher Form, mit welchen aktiven Spielern und unter welcher Leitung man eine solche Gruppierung entstehen lassen könne. Zufällig kamen der damalige erste Vorsitzende Thomas Gelhard und einer der "Haus- und Hofmusiker" der CVB-Veranstaltungen, Bernd Hendler, diesbezüglich ins Gespräch, wobei sich herausstellte, dass Bernd Hendler Mitglied des aus Mitgliedermangel nicht mehr spielfähigen Musikcorps Fulda 1988 e.V . war, der vor der Auflösung stand. Kurzerhand wurde Kontakt aufgenommen, aktive Spieler in Bronnzell und Umgebung gefunden, die Finanzierung geklärt und ein Team von Ausbildern zusammengestellt. Dies alles geschah im Herbst 1999, und bereits im Jahr 2000 marschierte der CVB bei der Fastnachteröffnung gemeinsam mit den Aktiven des Musikcorps Fulda-Bronnzell zu den Klängen der "Olympia" im Bronnzeller Bürgerhaus ein. Unter den mittlerweile mehr als 30 Aktiven des Musikcorps befinden sich übrigens zahlreiche Spieler, die bis zum Herbst 1999 noch nie ein Instrument in der Hand hatten …
Einen weiteren Höhepunkt brachte das Jahr 2000. Unmittelbar nach der Jahrtausendwende fand auf Anregung des CVB-Vorstands die einmalige Zusatzveranstaltung "Das Beste aus 30 Jahren Bronnzeller Fastnacht" statt. Hierzu wurden vor allen Dingen die "Altgedienten" in die Vorbereitung einbezogen, und diese einigten sich schnell auf ein Programm, das bis heute seinesgleichen sucht. Alt und Jung staunte und lachte über das, was sich alles in den letzten 30 Jahren in der Bronnzeller Narrhalla abgespielt hatte. Und diese Veranstaltung hatte Folgen: daraus resultierte der "Stammtisch der ehemaligen Prinzen und Ritter", der sich einmal im Monat trifft und seit dieser Zeit auch aktiv in das Veranstaltungsprogramm eingreift. Seit dieser Veranstaltung kann der CVB von sich behaupten, dass er Alt und Jung unter einem Dach vereinigt. Auch das ist ein Charakteristikum des Stadtteils Bronnzell und damit auch der Fastnacht: man hilft sich gegenseitig.
Erwähnenswert ist noch, dass der CVB gemeinsam mit der SG Viktoria Bronnzell und dem Musikcorps Fulda-Bronnzell im Jahr 2001 das "Knax-Fest" der Sparkasse Fulda auf dem Bronnzeller Sportgelände ausgerichtet hat. Dann, im Jahre 2005, folgt ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Erneut in hervorragender Zusammenarbeit mit der SG Viktoria Bronnzell und dem Musikcorps Fulda-Bronnzell wurde am 25.05.2005 nach einjähriger Vorarbeit ein Konzert der Kastelruther Spatzen veranstaltet. Etwa 2.000 Besucher erlebten einen unvergesslichen Abend im ausverkauften Festzelt. Diesem Event schloß sich am 27.05.2005 die Große HR3-Disco-Party an. Neben dem großen Erfolg dieser Veranstaltungen ist besonders hervorzuheben, dass unser Verein unseren Stadtteil Bronnzell regional wie überregional in bester Manier repräsentiert hat.
In diesem Zusammenhang ist es lohnend, einige Jahre in der Chronik zurück zu schauen, nämlich ins Jahr 2001. Hier konnte, ebenfalls in hervorragender Zusammenarbeit mit der SG Viktoria Bronnzell und dem Musikcorps Fulda-Bronnzell, das Knax-Fest der Sparkasse Fulda mit ungefähr 6.000 vorwiegend jungen Besuchern auf dem Bronnzeller Sportgelände ausgerichtet werden. Dass diese Organisation und Durchführung reibungslos geklappt hat wurde seitens der Sparkasse Fulda dadurch belohnt, dass die vorgenannten Vereine auch im Jahr 2006, am 10. September, wieder das Knax-Fest durchführen werden.
Qualität und Spaß im Hinblick auf Vereinsarbeit im CVB trägt am 08.06.2006 weitere Früchte: An diesem Tag wurde eine neue Gruppierung, das „Rittergefolge“, ins Leben gerufen. In dieser Gruppe können ehemals Aktive, die nach vielen Jahren Vereinsarbeit nun etwas kürzer treten wollen, weiterhin an der Bronnzeller Fastnacht gestalterisch mitwirken und sich individuell einbringen. Diese Gruppe besteht zur Zeit aus 24 Mitgliedern.
Ein weiteres Stück Vereinsgeschichte wird in der Kampagne 2007 geschrieben: Erstmals seit Vereinsgründung stehen in der Kampagne 2007 keine 3 Männer, nämlich der Ritter mit seinen beiden Knappen, sondern 3 Frauen dem närrischen Volk vor. Bürgfräulein Sabina I. (Sabina Auth) regiert zusammen mit ihren beiden Hofdamen Bärbel (Bärbel Lembcke) und Jutta (Jutta Ihrig) die Bronnzeller Schimmelreiter. Eine wirkliche Sensation!
Diese Chronik zeigt, dass der CVB ständig in Bewegung ist, dass Alt und Jung in vielen verschiedenen Gruppierungen innerhalb des Vereins zusammenarbeiten und dass dem Ideenreichtum der Mitglieder keine Grenzen gesetzt sind. Wir werden alles dafür tun, damit dies auch künftig so bleibt.